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Betrieb

B01: Was verstehen Sie unter UTC (GMT)?

Universal Time Coordinated

  • je 15 Längengrade 1 Stunde Differenz
  • in OE bei Sommerzeit +2 Std., bei Normalzeit +1 Std.
  • einheitliche Zeitangabe z.b. für Verabredungen
  • UTC ist keine Zeitzone, sondern Zeitstandard für die Berechnung von Ortszeiten weltweit.

UTC vs. GMT https://www.timeanddate.de/zeitzonen/utc-gmt-unterschied

B04: Frequenzbereiche

 160m  1,8 – 1,95 MHz
  80m  3,5 – 3,8 MHz
  40m  10  – 10,15 MHz
  20m  14  – 14,35 MHz
  15m  21  – 21,45 MHz
  10m  28  – 29,7 MHz
   6m  50  – 52  MHz
   2m  144 – 146 MHz
  70cm 430 – 440 MHz


B01: Was verstehen Sie unter UTC (GMT)?

  • Universal Time Coordinated
  • alle 15 Längengrade, 1 Stunde Differenz
  • in OE bei Sommerzeit +2 Std., bei Normalzeit +1 Std.
  • einheitliche Zeitangabe z.b. für Verabredungen
  • UTC ist keine Zeitzone, sondern Zeitstandard für die Berechnung von Ortszeiten weltweit.

UTC vs. GMT https://www.timeanddate.de/zeitzonen/utc-gmt-unterschied

B04a: Frequenzbereiche auf Kurzwelle

1,8 – 1,95 MHz (160m)
3,5 – 3,8 MHz (80m)
10 – 10,15 MHz (30m)
14 – 14,35 MHz (20m)
21 – 21,45 MHz (15m)
28 – 29,7 MHz (10m)

B04b: Frequenzbereiche über UKW

50 – 52 MHz (6m)
144 – 146 MHz (2m)
430 – 440 MHz (70cm)

B05: Aufbau Funkrufzeichen

  • geregelt durch RADIO REGULATIONS,
  • Landeskenner (z.B.: OE),
  • Ziffer (in OE 1…9, Bundesland),
  • ein oder drei Buchstaben individuell

B07: Nennen Sie die Landeskenner der Nachbarländer und von 5 weiteren Ländern

OK Tschechien
OM Slowakei
HA Ungarn
S5 Slowenien
I  Italien
HB Schweiz
HB0 Liechtenstein
D  Deutschland

SP Polen
UA Russland
9A Kroatien
F  Frankreich
PA Holland
ON Belgien
G  England
SM Schweden
OH Finnland
SV Griechenland
4X Israel
EA Spanien
JA Japan

B08: Was bedeuten die Ziffern im österreichischen Amateurrufzeichen, welche Zusätze sind zulässig?

beweglich in:
- Wien 1
- Salzburg 2
- NÖ 3
- Burgenland 4
- OÖ 5
- Stmk 6
- Tirol 7
- Kärnten 8
- Vorarlberg 9
- 0: Schiffsfunkstelle, Weltraumstation

/am: air mobile, /mm: maritime mobile, /m: mobile, /p: portable, /1-/9: im Bundesland unterwegs, sonstige Kombinationen: Sonderrufzeichen für besondere Anlässe OE1Z... Gastlizenz OE1X... Klubfunkstelle

B09: Funkverkehr eröffnen

  1. Hören, ob Frequenz frei ist , FA in toter Zone kann nicht gehört werden:
  2. „Is this frequency in use?“, Wenn benutzt: sorry
  3. CQ CQ CQ this is call-sign (2x) Funkwettbewerbe:, CQ CONTEST (3x) this is call (2x)

B10: Sie wollen in einen bestehenden Funkverkehr einsteigen - wie führen Sie das durch?

1) Verkehr beobachten und zuhören. 2) in Sendepause eigenes Rufzeichen. Antwort: „please standby“ oder „no breaker please“

B11: Gebräuchliches Minimum einer AF Verbindung

Üblich ist:

  • Rapport (RS bzw. RST)
  • Vorname
  • Standort (QTH)
  • Stationsbeschreibung
  • freundliche Begrüßung üblich

beim Contest: Rapport, laufende Nummer der Verbindung, Standort (QTH) Eintrag im Logbuch mit Zeilennummer, Datum, Uhrzeit und Frequenz ergänzen

B12: Welche Bedeutng haben die Q-Gruppen nebenstehend nur die wichtigsten!

"Q-Gruppen sind Abkürzungen aus drei Buchstaben. Sie beginnen mit Q und dienen der raschen Verkehrsabwicklung.

siehe ""Q-Gruppen"" Deck zum Lernen (speziell Tabelle 5)."

B13: Wie teilen Sie der Gegenstation den Standort?

Ortsname, geographische Koordinaten (Breiten- und Längengrad)Maidenhead Locator, z.B.: JN88EE, Nachfolger vom QRA Locator

https://aprs.fi

B14: Was verstehen Sie unter einem Notverkehr und wie wird er angekündigt?

Notverkehr: Dient der Rettung menschlichen Lebens bzw. Gütern von hohen Wert.

  • Ankündigung „MAYDAY“ (Phonie)
  • „SOS“ (CW)
  • „MAYDAY RELAY“ bei Weiterleitung eines Notrufs

B15: Sie empfangen einen Notruf - woran erkennen Sie diesen und wie haben Sie sich zu verhalten?

MAYDAY oder SOS (auf CW)Funkbetrieb einstellenzu hörenmitschreibenggf. Kontakt mit der in notbefindlichen Station aufnehmenwelche Art von Notfallwelche Art von Hilfeleistung ist erwünschtFunküberwachung verständigen, Rettungskette in Gang setzen (via Notruf 144)

B16: Auf welchen Bändern kann Notruf empfangen werden

auf allen Bändern! bevorzugt auf den gemischt genutzten Bändern (sekundär Bändern).

Notruf-Frequenz: 145.500 Mhz (auf der Frequenz wird gehört)

B17: Was verstehen Sie unter den Begriffen MAYDAY – SECURITEE – SILENCE MAYDAY – MAYDAY RELAY

  • „MAYDAY“: Ankündigung Notruf,
  • „SECURITEE“: Sicherheitsfunkverkehr,
  • „SILENCE MAYDAY“: Aufforderung Funkstille,
  • „MAYDAY RELAIS“: Weiterleitung eines Notrufes für eine Station in Not.

B18: Müssen Sie ein Funktagebuch geführt? Enthaltene Angaben?

Nein.

  • Auf Anordnung der Behörde zur Eingrenzung von Störungen (definierter Zeitraum).
  • Not- und Katastrophenfunk es ist empfehlenswert (QSL Abwicklung, Contest) Angaben werden chronologisch geführt:
  • Laufende Nummer
  • Datum
  • Uhrzeit (von-bis)
  • Rufzeichen Gegenstation bzw. Testaussendung
  • Betriebsart
  • Sendefrequenz
  • Not-/Katastrophenfunk (kompletter Inhalt)
  • Fortlaufend nummerierte Seiten, vom Betreiber unterfertigt, auch am PC möglich.

B19: Was bedeuten die folgenden Abkürzungen?

"siehe Deck ""Abkürzungen"" zum Lernen via ANKI.

BK engl. break (Aufforderung zur Unterbrechung)
CQ an alle (Funkstellen)
CW engl. continuous wave / Telegraphie
DE von
K kommen
PSE engl. please / bitte
RST Rapport
R engl. roger / verstanden
N engl. no / nein
UR engl your / dein, deine
FB engl. ""Fine Business"": Gut (Achtung: Offizieller Fragenkatalog schreibt hier fälschlicherweise ""faible"", franz. ""schwach"")
DX WeitverbindungR
PT engl. Repeat / wiederholen
HW engl. how? / wie?
CL engl. close / für „ich schließe die Funkstelle“"

B21: Erklären Sie die Begriffe Fresnelzone, Geländeschnitt

  • "Geländeschnitt: graphische Darstellung des Profils der Erdoberfläche zwischen Sende- und Empfangsstandort,
  • Streckendämpfung: nicht nur direkte Sichtverbindung maßgeblich, auch Hindernisse in einem ellipsenförmigen Bereich (Sender/Empfänger in den Brennpunkten.
  • Fresnelzone: Ellipse gerne auch ""Zigarrenform""
  • Hindernisse darin bringen Mehrwegsempfang Auslöschungen durch unterschiedliche Phasenlage beim EmpfangFunkhorizontFunkschatten (hinter Gebäuden, Berge)"

B22: Welchen Einfluss hat die Standortwahl auf die UKW Ausbreitung?

"Die Ausbreitung auf UKW nimmt quasi-optische Merkmale an. Je höher der Standort um so größer der Funkhorizont Auf Funkschatten achten (siehe Frage zu ""Fresnelzone"")".

B23: Beschreiben Sie das typisches Ausbreitungsverhalten in den Frequenzbändern 6m, 2m und 70cm

quasi-optisches Verhalte (ähnlich Lichtstrahlen)beachte: der Radiohorizont ist größer als der optische Horizont)= Standardausbreitung Überreichtweiten durch sporadic-e oder bei (nur 6m, 2m)Dämmerung / greyline Effekt entland der Dämmerungslinie (nur 6m, 2m)troposphärische Temperaturinversion (Spätsommer/Herbst)

B23: Beschreiben Sie das typisches Ausbreitungsverhalten in den Frequenzbändern 6m, 2m und 70cm Band

"Auf UKW bestimmt das quasi-optische Verhalten der direkten Wellenausbreitung die Reichweite. Hoher Standort bestimmt den Funkhorizont. Auf Funkschatten achten (hohe Objekte zwischen Sender und Empfänger. Überreichweiten bei auftreten von ""sporadic e""auf 2m/70cm Inversionswetterlagen"

B24: Relaisfunkstelle, Transponder, Bakensender Welche betrieblichen Besonderheiten sind zu beobachten?

Alle drei Begriffe beschreiben dasselbe: eine unbemannte, automatische Empfangs-/Sendestation.

Relaisfunkstelle:, zur Erzielung größerer Reichweite (Funkhorizont), unterschiedliche Eingabe-/Ausgabefrequenz (Frequenzablage). - Durchgänge kurz halten - Sendetaste loslassen

Transponder: wie Relais, cross-band, mit 2 Bändern z.B. 2m/70cmBakensender: unbemannter Sender, sendet Rufzeichen u. technische Daten. Zur Erforschung der Ausbreitungsbedingungen.

B25: Erklärung der Betriebsabwicklung bei Relaisbetrieb

Beobachten der Ausgabefrequenzimmer wieder Pausen einlegen, damit das Relais abfallen (auf Empfangsbetrieb gehen) kann, dadurch sicherstellen, dass ein Notruf / normaler Anruf erfolgen kann bei Überreichweiten (Aussendungen kurz halten) kann Mehrfachöffnung (es werden mehrere Relais gleichzeitig ""aufgetastet"".

  • Sendefrequenz (Shift in OE genormt)
  • Empfangsfrequenz
  • Leistung
  • Lautstärke
  • CTCSS - Subaudioton (162 Hz, 88 Hz, ...)

Die gehen maximal auf 200 Hz.DCS - auch eine Variante 17.50 khz - kann auch das Relais öffnen, bis zu 10 Sekunden Öffnungszeit, wird aber kaum mehr gebaut, wegen mechanischem Aufbau. Moderne Funkgeräte vereinfachen das, sobald die PTT/Sendetaste gedrückt wird, wechselt das Geräte auf die Eingabefrequenz, sendet den CTCSS und wechselt wieder zurück, sobald die Taste gelöst wird."

B26: Was ist bei Überreichweitenbedingungen zu beachten?

  • Eventuell Störung anderer Stationen, weil die Frequenz nur vermeintlich frei,
  • Überreichweite: Funkausbreitung, bei der Reichweiten deutlich über dem Radiohorizont hinaus auftreten (gleiche technische Voraussetzung, größere Reichweite), mit Ausnahmen: kurzlebig, rasch wechselnde Bedingungen, bei nicht ausgewogener Ausrüstung (Sendeleistung größer als Empfindlichkeit der Empfangsanlage)

B27: Wie gehen Sie bei der Planung einer AF Verbindung zu einem bestimmten Ort?

  • Hauptsächlich eine Frage der technischen Ausrüstung (z.B. Antenne),
  • Entfernung,
  • Tageszeit beim Sender (F Schichten),
  • Tageszeit beim Empfänger.

Daraus ergeben sich dann:

  • Frequenzband,
  • Sendeleistung,
  • Betriebsart.

B28: Welche Betriebsverfahren werden bei Scatter-Verbindungen verwendet?

  • bevorzugt Telegraphie oder digitale Verfahren Richtantennen mit hohem Gewinnhoher Sendeleistung.
  • Scatter-Verbindung: Verbindung, die auf Streueffekten beruhen (an Wolken, Meteoriten, Flugzeiten)

Unterscheide! Streueffekt KEINE Reflexion! --- einfachere Erscheinungen (Niederschlagsstreuung): auch Sprechfunk (aber eher ned), wegen der rasch wechselnden Bedingungen kurz halten

B29: Was versteht man unter EME-Verbindungen - Welches Betriebsverfahren wird verwendet?

Erde-Mond-Erde Verbindungen dabei wird der Mond als Reflektor genutzet hoher Stationsaufwand (drehbare/nachführbare Richtantennen mit hohem Gewinn, rauscharme Vorverstärker, Mindestsendeleistung), geringe Empfangsfeldstärken, daher nur Telegraphie, digitale Verfahren, Schmalbandbetriebsart, Sprechfunk selten.

B30: Welche Betriebsverfahren weden bei Meteorscatter Verbindungen angewendet?

Meteorscatter: Verglühen von Meteoriden an der oberen Erdatmosphäre, Reflexionen an Elektronenwolken, die durch das Verglühen entstehen, Kurzlebigkeit der Ionenwolken, geringe Feldstärken:

  • daher Hochgeschwindigkeitstelegraphie,
  • digitale Übertragsverfahren,
  • wenige Sekunden / Minuten

B31: Was versteht man unter Packet Radio? / Welches Betriebsverfahren wird angewendet?

Packet Radio Übertragung nach dem AX25 Protokoll. PC, Modem und Funkgeräte notwendig.

Information wird durch Software in Datenpakete zerlegt, mit Adresse und Fehlerkorrektur versehen, Empfangssoftware nimmt nur eigene Pakete an, Kommunikation zwischen 2 PR oder über Relais (PR Knoten europaweit), entweder eigener Anruf oder mitgelesene Station anrufen

B32: Was verstehen Sie unter den Begriffen Mailbox, Digipeater, Netzknoten und welche betriebliche Besonderheiten sind zu beachten?

  • Mailbox: elektronischer Briefkasten (alle oder bestimmte Stationen),
  • Digipeater: Relaisfunkstelle für digitale Betriebsarten,
  • Netzknoten: wie Digipeater, jedoch zur Vernetzung von Digipeatern untereinander (nur Sysop Zugriff), User wird automatisch über Netzknoten verbunden.

B33: Erklären Sie die Betriebsabwicklung bei ATV Betrieb

Amateurfunk Fernsehen erfordert Videokamera und ATV Konverter, 70 cm Band, analog oder digital.

B34: Erklären Sie das Betriebsverfahren SSTV

Slow Scan Television (Standbild), Bildinhalt wird abgetastet und schmalbandig übertragen, daher Eignung für Kurzwellenübertragung, nötig: Videokamera und SSTV Konverter, Betriebsart SSB, SSB tauglicher Transceiver, Übertragung auf vereinbarten Frequenzen und mit vereinbarten Übertragungsgeschwindigkeiten

B35: Was ist ein Contest - wie erhalten Sie sich richtig?

Funkwettbewerb, möglichst viele Stationen in einer bestimmten Zeit arbeiten. Contest-Regeln beachten! Contestregeln einhalten, zuhören, Contetregeln finden sich im Internet, Publikationen wenn keine Teilnahme: andere Frequenz suchen Anruf: „CQ Contest“ oder „CQ Test“ (CW)

B36: Was ist ein Pile-Up? wie verhalten Sie sich richtig?

Viele Funkstationen rufen eine (seltene) Station (z.B. Insel), dadurch kommt es zu einem starken Funkverkehr und Funk-Disziplin ist erforderlich. zuhören und herausfinden, wie Abwicklung gewünscht ist, z.B. Splitbetrieb, wenn selbst Ursache für Pile-Up: Regeln festlegen

B37: Was bedeutet „5 UP“ oder (selten) „10 DOWN“?

Splitbetrieb, sagt aus, dass die Station nur Anrufe 5 kHz höher bzw. 10 kHz tiefer hört, wird vor allem bei Pile-Up verwendet, eig. Sender um 5kHz höher (10 kHz tiefer, Empfänger bleibt auf Frequenz.

B38: Wie beurteilen Sie die Aussendung der Gegenstelle und wie wird diese Beurteilung der Gegenstelle mitgeteilt?

RS(T) Beurteilung, readability, signal strength, tone quality, (nur CW und digitale Betriebsarten)

R: 1=schlecht,  5=gut,
S: 1=schwach, 9=sehr stark, 10...40 über 9
T: 1=schlechter Ton, 9= sehr guter Ton

B39: Nennen Sie Einflüsse, die die Lesbarkeit einer Funkverbindung verschlechtern starke Niederschläge (Signaldämpfung), Fadingerscheinungen bei mobilen FA, zu geringer Frequenzabstand zu anderen FA, Splattern (übersteuern, falsche Abstimmung), Scatterverbindungen, troposphärische Überreichweiten: Änderung der Ausbreitungsbedingungen innerhalb kurzer Zeit

B40: Was ist bei der Abstimmung des Leistungsverstärkers eine AF Stelle zu beachten?

Leistungsverstärker immer ausstrahlungsfrei abstimmen. Dummyload (Kunstantenne, die nicht abstrahlt), Aussendungen zum Nachabstimmen auf ein Minimum beschränken, auf freier Frequenz

B41: Welche Maßnahmen ergreifen Sie, wenn Sie darauf aufmerksam gemachtwerden, dass Ihre Aussendung ""splattert""?

" Splatter: Übersteuertes Sendesignal, zu große Bandbreite (Störung Nachbarkanal), Nebenaussendungen Ursache: Übersteuererte Senderendstufe oder Leistungsverstärker Massnahmen: Zurücknahme der Sendeleistung, Neuabstimmung der Endstufe, Überprüfen der Signalaufbereitung

B42: Was versteht man im Telegraphiebetrieb (CW) unter BK-Verkehr?

Betriebstechnik, bei der zwischen den eigenen Aussendungen (in den Pausen zwischen den Wörtern) empfangen werden kann (QSK) Funkverkehr kann daher mit Abkürzung „BK“ sofort unterbrochen und flüssig abgewickelt werden.

Voraussetzung: spezielle technische Ausrüstung (kurze Umschaltzeiten Senden-Empfangen) erforderlich.

B43: Was ist hinsichtlich Herstellung oder Veränderung von Amateurfunkgeräten zu beachten?

Eigenbaugeräte oder modifizierte Geräte müssen den technischen Bestimmungen entsprechend (kein CE Zeichen nötig): Art und Bandbreite der AussendungNeben-/Oberwellen freiSendeleistungwenn keine Frequenzanzeige (und kein quarzgesteuertes Gerät): Frequenzmessgerät wenn Spannung über 50V: Spannungsmessgerät Kleines Detail: es geht um die Modifikation des Senders.

B44: Welche Mess- und Kontrollgeräte sind einer Amateurfunkstelle vorgeschrieben?

Grundsätzlich keine, jedoch bei: selbst gebauten bzw. veränderten Anlagen: Frequenzzähler eingebaut oder verbundenSpannungen über 50 Volt: SpannungsmessgerätSendeanlagen mit höherer Sendeleistung als der bewilligten Leistungsstufe: Leistungsmessgerät zur Einhaltung des GrenzwertesUmkehrschluss: Bei kommerziellen sind keine Messgeräte vorgeschrieben.

B45: Was ist beim Betrieb an den Bandgrenzen zu beachten?

Der Umfang der Aussendungen darf die Bandgrenzen - Träger und Seitenbänder - nicht überschreiten. Bandbreite und Modulationsart beachten! Auf die Toleranz der Messgeräte achten, speziell bei älteren Geräten.

B45: Wie arbeiten Sie mit ausländischen AF-Stationen zusammen, die andere Bandbereiche benutzen?

Im Splitbetrieb, unterschiedliche Sende- und Empfangsfrequenz. Empfangsfrequenz entsprechend der ausländischen Frequenz. Sendefrequenz MUSS innerhalb der Bandbreiten bleiben.Eigener Sendefrequenzbereich darf nicht überschritten werden (QSY).

B47: Was versteht man unter Sonnenaktivität, Sonnenfleckenrelativzahl, Solar Flux - welchen Einfluss haben diese Effekte auf Kurzwellenausbreitung?

  • Sonnenaktivität: alle auf der Sonne stattfindenden Vorgänge, die sich Richtung Erde auswirken.
  • Sonnenfleckenrelativzahl: Anzahl und Größe der zählbaren Flecken oder Gruppe von Flecken.
  • Solar Flux: gemessene Sonnenstrahlung bei ca. 2,8 GHz, bewirkt Ionisierung (Einfluss auf Kurzwellen)
  • Protuberanzen: Strahlung bewirkt Polarlichter mit Aurora-Effekt (beeinflusst Funk auf polaren Routen)

B48: Welchen Einfluss hat die Ionosphäre auf Ausbreitung von Funkwellen über 30 MHz?

Im UKW Bereich (6m, 2m, 70cm): ablenkende Wirkungin der Regel keine Reflexionbei ""sporadic E-Schicht"" kurzzeitig Reflexion mit deutlichen Überreichweiten Polarisationsdrehung (Faradaydrehung), an besonders stark ionisierten Bereichen".

B49: Welche Sendearten sind im Kurzwellenbereich zulässig?

Alle mit einer Bandbreite von 7 kHz. Einschränkungen bei 160m und 30m.

B50: Ausbreitung von Funkwellen - Ausbreitungsmerkmale in den verschiedenen Frequenzbereichen

Grundsätzlich breiten sich Funkwellen

  • geradlinig mit Lichtgeschwindigkeit aus
  • als Bodenwellendirekte Wellen
  • als Raumwelle

Kurzwelle: bei gleichzeitiger Bildung einer Bodenwelle UKW: zunehmend optisches Verhalten. Standort ist entscheidend. B

B51: Beschreiben Sie den Aufbau der Ionosphäre und welche betrieblichen Konsequenzen ergeben sich aus diesem?

D, E, F1 + F2 Schichten Tagsüber dämpft die D-Schicht.

Für die weltweite Ausbreitung der Raumwellen sind E und F Schicht verantwortlich, die nur Nachts oder in der Dämmerung erreichbar sind.

B52: Wie Verhalten sich die Ionosphärenschichten im Tages- und Jahresverlauf?

Die Ionisierung folgt der Sonneneinstrahlung. Diese ist auf der Sommerhalbkugel stärker ausgeprägt als auf der Winterseitetagsüber stärker als Nachts. Bei Tageslicht im Sommer höhere Kurzwellen Frequenzen nutzen. Nachts um im Winter niedrigere. Dämpfende D-Schicht nur tagsüber.

B53: Welchen Einfluss hat die geographischen Breite auf die Kurzwellenausbreitung?

Hauptsächlich Einfluss auf den Einfallswinkel der Sonnenstrahlung. Daher am Äquator am Stärksten.

B54: Welchen Zyklen unterliegen Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle?

Abhängig von der Sonne und der Erdrotation. 24 h - Tagesgang 27 Tage - Tagesrhythmus (Umlaufzeit der Sonne – beobachtbare Sonnenflecken)365 Tage - Jahresgang (Jahreszeiten, Neigung der Erdachse)11,2 Jahre - Sonnenfleckenzyklus

B55: betriebliche Auswirkungen der besonderen „Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle“

#typischerweise zwei Ausbreitungsarten: Raumwelle (Reflexion an der Ionospähre)Bodenwelle (entlang der Erdoberfläche/Meereoberfläche)

B56: Welche betriebliche Auswirkung hat die Bodenwellen-Ausbreitung?

Die Ausbreitung einer elektromagentischen Welle entlang der Erdoberfläche/Meeresspiegel. Wechselwirkung mit der Erdoberfläche, zunehmende Dämpfung je weiter die Welle wandert, abhängig von der Bodenleitfähigkeit. --- Elektrischer Eigenschaft des Bodens, Bodenleitfähigkeit, Erdwiderstand, beste Leitfähigkeit: Meerwasser (Salzgehalt), Reichweite abhängig von Sendeleistung, Art/Wirkungsgrad der Antenne und Frequenz (160m-40m Band: über 100km, 10m Band wenige 10km), Auslösung: Vertikalantennen, Inverted-V (abgewinkelter Horizontaldipol)

B57: Welche betriebliche Auswirkung der Raumwellen-Ausbreitung in welchem Frequenzbereich ist sie von Bedeutung?

Ausbreitung von Funkwellen über eine (oder mehrere) Reflexionen an der Ionosphäre. Maßgeblich für die Kurzwelle.

B58: Welche betriebliche Bedeutung der kritischen Frequenz?

Grenzfrequenz f(null), wo bei Senkrechtlotung noch Reflexion in der Ionosphäre auftritt. Abhängig von der Dichte der freien Elektronen.

B59: Welche betriebliche Bedeutung MUF und LUF?

"MUF (maximal usable frequency): maximal nutzbare Frequenz die von der F-Schicht noch zurück zur Erde reflektiert wird. LUF (lowest usable frequency): niedrigste Frequenz die von der D-Schicht durchgelassen wird. Merke: es geht um Frequenzen (nicht ""Winkel"")."

B60: Was ist die tote Zone, was ist ein Skip?

Bereich zwischen dem Ende der Bodenwelle und Auftreffen der ersten Reflexion der Raumwelle. Skipdistanz: Entfernung vom Sender bis zum Ersten Auftreffen der Raumwelle an der Erdoberfläche.

B61: Wovon hängt die maximal erzielbare Reichweite auf Kurzwelle ab?

Wird immer durch Raumwellen erreicht. Abhängig vom Zustand der Ionosphäre.

B62: Was verstehen Sie unter kurzem, was unter langem Weg?

Jeder Punkt auf der Erde ist auf zwei Wegen erreichbar. Am kurzen Weg (direkt) oder in entgegengesetzt (langer Weg).

B63: Was verstehen Sie unter dem Dämmerungs-effekt?

Verbesserte Ausbreitungsbedingungen während dem Sonneaufgang-/untergang auf Frequenzen unter 10 Mhz. Feldstärke steigt stark an und bricht am Ende der Dämmerung schlagartig zusammen.

B64: Was verstehen Sie unter der Grey-Line, welche Besonderheiten in der Funkausbreitung können auftreten?

Erhöhte Reichweiten entlang der Dämmerungslinie. Sehr große Entfernungen überbrückbar und gute Feldstärken.

B65: Charakteristisches Ausbreitungsverhalten in den Frequenzbändern unter 30 MHz (15m Band 10m Band 17m / 12m Band 15m Band (21 – 21,45 MHz):

folgt ausgeprägt dem Sonnenfleckenzyklus, keine Bodenwellenausbreitung, im Fleckenmaximum mit geringem Aufwand DX-Verkehr erzielbar, im Minimum ist das Band oft nur wenige Stunden offen, 10m Band (28 – 29,7 MHz):, Übergangsbereich zu UKW, folgt ausgeprägt dem Sonnenfleckenzyklus (im Minimum wochenlang nicht nutzbar), Bodenwellenausbreitung sehr gering, ausgeprägte tote Zone, bei ausreichend hoher MUF mit geringem Aufwand DX-Verkehr, bei sporadic E: hohe Feldstärken, short skips und DX-Verkehr, 17m und 12m Band (18,068 – 18,168 MHz und 24,89 – 24,99 MHz):, ähnlich den beschriebenen Bändern, abhängig von MUF „offen“

B65: Charakteristisches Ausbreitungsverhalten in den Frequenzbändern unter 30 MHz 160m Band 80m Band 160m Band:

Grenzwellenbereich (1,5 – 3 MHz) Mittelwellenverhalten:, Tag: Bodenwellenausbreitung mit Reichweiten bis 200km, keine Raumwellen (Dämpfung durch D-Schicht), Dämmerung: gleichzeitig Raum- und Bodenwellen, Nacht: Raumwellen (europaweit) über F-Schicht (empfindlich gegenüber atmosphärischen Störungen), 80m Band: (3,5 – 3,8 MHz), Tag: Bodenwellen, Nacht: Raumwellen, Dämmerung: einfach DX-Reichweiten erzielbar, typisch: Raumwellenausbreitung nur auf Nachthalbkugel

B65: Charakteristisches Ausbreitungsverhalten in den Frequenzbändern unter 30 MHz 40m Band 30m Band 20m Band 40m Band (7 – 7,1 MHz):

Tag: Bodenwellen, Raumwellen für mittlere Entfernung, Dämmerungseffekt, Nacht: einfach DX-Reichweiten erzielbar (auch im Sonnenfleckenminimum), 30m Band (10,1 – 10,15 MHz):, 24 Std. DX-Reichweiten, tagsüber gleichzeitig Nah-/Fernverkehr, 20m Band (14 – 14,35 MHz; klassisch für DX-Verbindungen):, Bodenwellen auf 50-100km beschränkt, dadurch tote Zone von 800-1000km, Raumwellen: F-Schicht Reflexionen, evt. auch E-Schicht, Hohe Sonnenaktivität: 24h nutzbar, wenig Flecken: nur am Tag, in den ersten Nachtstunden bzw. stundenweise am Tag

B66: Was versteht man unter einem Mögl-Dellinger-Effekt, welche betrieblichen Auswirkungen hat er?

Kurzzeitiger Totalausfall auf Kurzwelle, bedingt durch Sonneneruptionen.

B67: Was versteht man unter Fading oder Schwund im Kurzwellenbereich, wie reagieren Sie, um den Funkverkehr aufrecht zu erhalten?

Signalschwankung durch Mehrwegausbreitung oder Drehung der Polarisationsebene der Wellenfront (v/h oder revers). Informationen mehrfach wiederholen.Sendeleistung erhöhen oderFrequenz wechseln.

B68: Welche Auswirkungen haben Polarlicht und Aurora Erscheinungen auf die Kurzwellenausbreitung?

Erschwert die Kurzwellenausbreitung durch zusätzliche Dämpfung.

B69: Welche Faktoren können den Funkbetrieb auf Kurzwelle beeinflussen?

Rauschen (QRM) durch Störungen elektrischer Geräte, sowie Schwankungen in der Ionosphäre.

B70: Wie wirkt sich die Tageszeit auf die Ausbreitung in den KW Bänder bis 40m (160m, 80m, 40m) aus?

In der Regel nur nachts nutzbar. Tagsüber eingeschränkt auf die Bodenwelle.

B71: Was sind sporadic E-Verbindungen?

Funkverbindungen über Raumwellen, durch Reflexionen an sporadic E-Schichten entstehen. Selten in Bereichen unter 20 MHz, typischerweise am 10m und 6m Band (28-29,7 MHz und 50-52 MHz), selten bis 2m

B72: Was verstehen Sie unter „short skips“?

Ausbreitungsbedingungen, bei denen Funkverkehr in die sonst tote Zone möglich ist. Ursache: sporadic E-Schichten, ab 15m Band (21 – 21,45 MHz), besonders im 10m Band (10,1 – 10,15 MHz), im Bereich unter 20 MHz (17m – 80m Band) entstehen short skips durch intensive E-Schicht, die die F-Schicht darüber ausschaltet, dadurch ist kein DX-Verkehr möglich (20m Band)